VDMA Industrielle Bildverarbeitung tritt internationaler Standardisierungsinitiative bei

EMVA

Am Vorabend der VISION 2014 ist die VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung dem internationalen G3-Initiative für Standardisierung beigetreten.

Bei der Unterzeichnung des Abkommens zur Koordination von Standards im Bereich Industrielle Bildverarbeitung am 3. November in Stuttgart begrüßten die drei Gründungsmitglieder AIA - Advancing Vision + Imaging, Japan Industrial Imaging Association (JIIA) und die European Machine Vision Association (EMVA) das neue G3-Miglied.

 

“Machine Vision Standards sind der Turbolader des Branchenwachstums”, sagte Dr. Klaus-Henning Noffz, Mitglied im Vorstand der VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung, anlässlich der Unterzeichnung. “VDMA Industrielle Bildverarbeitung mit seiner Expertise und Mitgliederstärke im Bereich der Systemintegration freut sich darauf, seine Kompetenz innerhalb der G3-Initiative einzubringen und die weitere Entwicklung und Etablierung von Standards für die Bildverarbeitung voranzutreiben.“

 

EMVA-Vorstandsmitglied Jochem Herrmann sagte stellvertretend für alle drei Gründungsmitglieder von G3: "Dies ist ein positiver Schritt dahingehend, dass mehr Vereinigungen die Idee teilen, Standardisierung gemeinsam zu verbreiten und dies wird sich positiv auf die Weiterentwicklung der Industrie auswirken.“

 

Standardisierung – Schlüssel für weiteres Branchenwachstum

Standards erleichtern dem Nutzer die Anwendung der Bildverarbeitung und die Integration der einzelnen Komponenten in ein optimal funktionierendes Gesamtsystem. Sie sparen Entwicklungszeit, senken damit die benötigten Investitionskosten und erlauben, Anwendungen schneller in den Markt zu bringen. Die Standardisierung bietet Unternehmen in der industriellen Bildverarbeitung und insbesondere KMUs die Möglichkeit, global zu agieren und mittelfristige Produktentwicklungen zu planen. Die Kunden haben den Vorteil langer Liefergarantien, schnellen Knowhow- Aufbaus, der Preisstabilität und der Produkt-Austauschbarkeit sowie Produkt-Vergleichbarkeit. Dies führt zu Investitionssicherheit, Internationalisierung und damit Branchenwachstum. „Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Komponenten mit standardisierten Schnittstellen werden viele neue Anwendungen erst ermöglicht und entstehen“, sagte Noffz.

 

Industrielle Bildverarbeitung – eine gereifte Wachstumsbranche

Die Entwicklung der Industriellen Bildverarbeitung geht fulminant weiter. Die VDMA Marktbefragung reicht zurück bis 1995 und ein Vergleich wichtiger Kenngrößen von damals und heute verdeutlicht, wie schnell es der Bildverarbeitungstechnologie gelungen ist, sich in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern durchzusetzen: Der Branchenumsatz von 230 Millionen Euro im Jahr 1995 stieg bis 2013 um mehr als das sechsfache auf 1,6 Milliarden Euro. Die Wachstumsimpulse kamen hauptsächlich aus dem Export: Während Inlandsumsätze stagnierten, wuchsen die Exporte aus Deutschland 2013 um 15 Prozent. Der Exportanteil stieg von 55 Prozent auf ein Allzeithoch von 58 Prozent. Aufgrund der guten Auftragseingänge in den ersten neun Monaten des Jahres wird für die deutschen Bildverarbeitungsanbieter im Jahr 2014 ein Umsatzanstieg von mindestens zehn Prozent erwartet, der den Branchenumsatz auf nahezu 1,8 Milliarden Euro ansteigen lassen wird. Ein noch stärkeres Wachstum verzeichnete die europäische Bildverarbeitungsbranche: laut der aktuellen VDMA Marktbefragung haben die europäischen Hersteller von Bildverarbeitung von der starken Nachfragen sowohl im industriellen und nichtindustriellen Umfeld profitiert und 2013 ein Umsatzwachstum von fast zehn Prozent erreicht. Für 2014 erwartet die europäische Bildverarbeitungsbranche eine Umsatzsteigerung von zwölf Prozent.

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